Wir haben es satt und demonstrieren in Berlin

Veröffentlicht am 27.01.2011 in Bundespolitik

Soltauer Sozialdemokraten protestieren bei Grüner Woche in Berlin gegen die industrielle Landwirtschaft.

Mit Traktoren und einem kilometerlangen Protestzug haben am Sonnabend, 22. Januar, im Berliner Regierungsviertel Zehntausende gegen industrielle Landwirtschaft demonstriert. Nach Angaben der Veranstalter folgten 22000 Teilnehmer dem Aufruf zur Demonstration unter dem Motto „Wir haben es satt! Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten“. Bei der bislang größten Demonstration dieser Art zogen Bauern, Umweltschützer, Imker und Verbraucher gemeinsam vom Berliner Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor.
Die Teilnehmer waren nach Angaben der Veranstalter mit 60 Bussen, Zügen und mehr als 70 Traktoren aus dem ganzen Bundesgebiet zu der Demonstration angereist. Getragen wurde die Veranstaltung von mehr als 120 Bauern- und Umweltverbänden, Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung und Gentechnik sowie von Eine-Welt-Gruppen. Anlass der Demonstration war die von der Bundesregierung ausgerichtete Agrarministerkonferenz auf der Grünen Woche.
Auf der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor wurde als Konsequenz aus dem Dioxin- und anderen Lebensmittelskandalen gefordert, Bundesregierung und EU sollten statt der Agrarfabriken die bäuerliche Landwirtschaft fördern. BUND-Vorsitzende Hubert Weiger kündigte an, die Berliner Kundgebung sei nur der Auftakt zahlreicher weiterer Aktionen. „Die Bundesregierung muss endlich begreifen, dass sie bei Fortsetzung ihrer Blockadepolitik gegen eine nachhaltige und gerechte Agrarreform in Europa schon beim nächsten Lebensmittelskandal wieder ins Schlingern gerät.“
Maria Heubuch, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, sagte: „Agrarfabriken gehören verboten und nicht weiter mit Steuergeldern subventioniert. Tiergerechte Haltung, heimisches Futter und besonders Eiweißfutter ohne Gentechnik – das ist unsere Zukunft.“
Für die Veranstalter erklärte Campact-Geschäftsführer Felix Kolb, der Protest zeige, dass die Bürger „ein Ende der industriehörigen Landwirtschafts- und Lebensmittelpolitik“ wollten. Strengere Lebensmittelkontrollen alleine reichten nicht aus. Nötig sei eine grundlegende Wende in der Agrarpolitik. „Bundesagrarministerin Ilse Aigner muss eine echte EU-Agrarreform und den Ausstieg aus der Massentierhaltung voranbringen anstatt beides zu bremsen“, forderte Kolb.

 

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Autor: Kaycee, Datum: 13.04.2011, 15:56 Uhr


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