SPD unterstützt Jens Grote als Landratskandidaten für den Heidekreis

Veröffentlicht am 28.02.2021 in Kommunalpolitik

Foto: Isabelle Lohrengel

Die Parteispitzen von CDU, SPD, Bündnis90/Grüne, der BürgerUnion Soltau sowie der Bürgerlisten aus Bad Fallingbostel und Walsrode haben den Präsidenten der Landesaufnahmebehörde Niedersachen Jens Grote als Kandidaten für die Landratswahl im September vorgestellt. Die Parteien im Heidekreis schicken den erfahrenen Juristen gemeinsam ins Rennen um das Amt an der Spitze des Heidekreises.

Jens Grote ist seit dem Jahr 2016 Präsident der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, die an elf Stand- und Dienstorten im Land die Aufnahme, Betreuung, Versorgung und erforderlichenfalls Rückkehr von Asylbegehrenden organisiert. Zu den Standorten gehört auch das Ankunftszentrum in Bad Fallingbostel-Oerbke. Grote übernahm die Leitung der Behörde kurz nach dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise. Seine Aufgabe war es, die Behörde in der heutigen Form aufzubauen. Bis dahin existierten lediglich einzelne Stand- und Dienstorte, deren Zusammenarbeit von Grund auf neu organisiert werden musste.

Zuvor war der 1968 in Hannover geborene Behördenleiter an verantwortlicher Stelle in unterschiedlichen Bereichen der niedersächsischen Justiz tätig: Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Hannover und dem Ablegen des zweiten juristischen Staatsexamens arbeitete Jens Grote zunächst als Rechtsanwalt mit Schwerpunkten im Arbeits- und Zivilrecht. Nach seinem Wechsel in die niedersächsische Justiz folgten Aufgaben als Richter am Landgericht Hannover und am Amtsgericht in Lehrte. Anfang der 2000er Jahre wechselte Grote zur Staatsanwaltschaft Hannover und fokussierte sich auf die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und Korruption. In dieser Funktion war Grote maßgeblich am Aufbau der ersten Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung von Korruptionskriminalität in Niedersachsen beteiligt. Im Zeitraum 2006 bis 2009 war Grote als Referent für Strafprozessrecht sowie organisierte Kriminalität und anschließend als Referatsleiter im Niedersächsischen Justizministerium tätig. Ab dem Frühjahr 2009 sammelte Grote Erfahrungen als stellvertretender Leiter der Justizvollzugsanstalt Sehnde und kehrte als Referatsleiter und stellvertretender Abteilungsleiter ins Niedersächsische Justizministerium zurück. Hier begleitete er zahlreiche Gesetzgebungsverfahren für den Justizvollzug federführend.

Für den Aufbau der Landesaufnahmebehörde wurde Jens Grote 2016 durch die Niedersächsische Landesregierung zum Präsidenten der Behörde berufen. Jens Grote ist verheiratet und hat zwei Töchter im Alter von 23 und 18 Jahren. Seine Ehefrau hat griechische Wurzeln und ist als Erzieherin für die Landeshauptstadt Hannover tätig.

Jens Grote:
Nach 27 Jahren im Landesdienst freue ich mich auf eine neue Herausforderung im schönen Heidekreis! Ich kenne diese Region. Schon als Kind habe ich mit meiner Familie immer wieder Zeit in der hiesigen Natur verbracht. Den Heeresstandort Munster habe ich als Wehrdienstleistender kennen gelernt.
Außerdem ist das Ankunftszentrum in Bad Fallingbostel-Oerbke eine bedeutende Dienststelle der Behörde, für die ich verantwortlich zeichne. Gemeinsam mit den Menschen und Verantwortlichen im Heidekreis möchte ich nach den besten Ideen und Lösungen für den Heidekreis suchen, damit der Heidekreis auch in Zukunft lebenswert bleibt. Ich würde mich freuen, wenn es gelänge, eine Kultur des Miteinanders zu schaffen, damit aus Gemeinsamkeit Stärke entsteht. Nur so wird sich der Heidekreis gut entwickeln können. Der Klimawandel mit seinen extremen Wetterereignissen ist eine Herausforderung für den ländlichen Raum. Wir müssen unsere schöne Natur bewahren und an die Veränderungen anpassen. Die für die gesamte Menschheit bedeutsame Energiewende birgt aber auch Chancen für den Landkreis und seine wirtschaftliche Entwicklung. Wenn es uns gelingt, dass neue nachhaltige Technologien auch hier zum Einsatz kommen, dann sichert das den Wohlstand von vielen Menschen vor Ort.


Eine große Aufgabe wird es sein, den Heidekreis zusammenzuführen und die unterschiedlichen Kreisteile und die Kommunen auf dem Weg in die Zukunft transparent und mit dem nötigen Verständnis für die jeweiligen Bedürfnisse mitzunehmen. Der Heidekreis steht vor großen Herausforderungen. Ich möchte gemeinsam mit allen Verantwortlichen die Weichen richtig stellen. Ich freue mich über die breite und parteiübergreifende Unterstützung meiner Kandidatur. Damit ist die Grundlage nicht nur für eine gute Zusammenarbeit zwischen mir als künftigem Landrat und dem
Kreistag gelegt, sondern die Konstellation zeigt auch, dass eine Zusammenarbeit bei wichtigen Themen möglich ist, wenn jede und jeder mit seinem Anliegen Gehör findet und sich mitgenommen fühlt.

Aynur Colpan: Wir freuen uns darüber, mit Jens Grote einen tollen und starken Kandidaten für unsere Bürgerinnen und Bürger im HK präsentieren zu können. Er hat bewiesen, dass er unterschiedliche Positionen zusammenbringen und neue Ideen entwickeln kann. Diese Kompetenzen wird er auch in unserem Heidekreis einsetzen und dabei die volle Unterstützung von uns bekommen.

Sebastian Zinke: Wir wollen mit diesem Personalvorschlag einen Neuanfang für den Heidekreis ermöglichen. Jens Grote ist hervorragend qualifiziert und hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er auch schwierige Aufgaben bewältigen kann. Er kann zusammenführen und unterschiedliche Interessen ausgleichen. Das ist genau das, was es jetzt braucht, um den Heidekreis in eine gute Zukunft zu führen.

 

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