SPD-Soltau ehrt verdiente Mitglieder

Veröffentlicht am 14.01.2015 in Ortsverein

Die geehrten Mitglieder mit Ortsvereinsvorsitzendem Reiner Klatt (Mitte).

Über die Ehrungen bei der SPD freuen sich (von links) Karin Reske, Hans-Jürgen Sternowsky, Manfred Hilbeck, Reiner Klatt, Christina Wilhelm, Wilhelm Ruhkopf und Willi Schwethelm.

Ortsverein und Fraktion hatten zu feierlicher Mitgliederversammlung eingeladen.

Soltaus SPD-Vorsitzender Reiner Klatt und Ratsfraktionschef Harald Garbers haben am Montag im Rahmen einer feierlichen Mitgliederversammlung im Roten Bahnhof die Bürgermeisterzeit Wilhelm Ruhkopfs gewürdigt. Es seien acht erfolgreiche Jahre, in denen Soltau deutlich als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung im Heidekreis vorangekommen sei.

Bei der Versammlung ehrte Reiner Klatt außerdem Professor Dr. Hans-Jürgen Sternowsky, der der SPD seit 50 Jahren angehört. Für 25-jähriges Engagement ehrte Klatt Christina Wilhelm und Manfred Hilbeck, für sein langjähriges Engagement im Rat Willi Schwethelm, der sein Mandat Ende Oktober niedergelegt hat. Seit zehn Jahren ist Karin Reske dabei.

Wilhelm Ruhkopf hatte nach der Ehrung bekannt, dass er weder Entzugserscheinungen noch Sehnsucht nach seinem alten Amt habe. Er habe schließlich aus freien Stücken das Soltauer Rathaus verlassen und nicht für eine erneute Amtszeit als Bürgermeister kandidiert. „Die Entscheidung war richtig“, sagte er mit Nachdruck. „Ich muss mich nur erstmal daran gewöhnen, dass ich nicht mehr mitrede.“ Doch so ganz zufrieden ist der 63-Jährige dennoch nicht – und sparte daher bei der SPD-Versammlung nicht an mahnenden Worten.

Der Altbürgermeister Ruhkopf nutzte die Gelegenheit, einmal deutlich Kritik zu üben. Ein „Wink mit dem Zaunpfahl“, nannte er das. Denn auch im Ruhestand lese er schließlich jeden Morgen die Zeitung. „Und ich habe mich schon öfter ärgern müssen“, sagte Ruhkopf. „Ich befürchte, dass Dinge, die ich in acht Jahren aufgebaut habe, nicht mehr den Stellenwert und die Priorität haben.“ Da sei der Rat gefordert. „Der Rat muss aufpassen, dass nicht alles mit dem Hintern umgeworfen wird, was vorn aufgebaut wurde und nicht das große Bild der Stadt Soltau beschädigt wird. Es muss nach vorn gehen, nicht zurück.“

Es geht um den Spielraum Soltau. Konkret geht es ihm dabei um den Spielraum – mit den Spielstationen, dem Spielmuseum, der entstehenden Filzwelt und dem Röders-Hof. Das alles seien Mosaiksteinchen, die zu einem Ganzen führten, sagte Ruhkopf. Besonders die Diskussion um die Gestaltung und Öffnung des Röders-Hofes, der an die Marktstraße angebunden werden soll, ärgere ihn. Die genaue Gestaltung werde derzeit diskutiert, weil es voraussichtlich geringere Fördermittel gibt als erwartet.Doch die Finanzen sollten nicht die entscheidende Rolle spielen.

Ruhkopf hielt ein klares Plädoyer für die – unter seiner Ägide und noch mit höheren Fördermitteln – vorgesehene umfassende Neugestaltung des Platzes. Denn damit biete sich die Chance zur Ausweitung der Fußgängerzone. Das Gesamtziel, die Belebung der Innenstadt und Förderung des Tourismus, dürfe nicht aus Geldgründen aus den Augen verloren werden. „Man muss das große Ganze im Auge behalten und dafür lieber mal 10 000 Euro mehr ausgeben.“ Und auch bei der Filzwelt sollte sich die Stadt gegebenenfalls engagieren: „Man muss alles dafür tun, damit die Filzwelt ein Erfolg wird.“

 

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