Die Zucht folgt den Wünschen der Verbraucher

Veröffentlicht am 03.04.2011 in Bundespolitik

Böhme-Zeitung berichtet über Diskussionsabend mit der verbraucherpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion:
Andrea Schröder-Ehlers: „Was kommt zukünftig auf unseren Tisch?“

hh Soltau. Genau 100 Tage nach Bekanntwerden des Dioxinskandals hat der SPD-Ortsverein eine Informations- und Diskussionsrunde im Roten Bahnhof veranstaltet. Die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Andrea Schröder-Ehlers, stand Rede und Antwort zum Thema„Unser tägliches Brot – Was kommt zukünftig auf unseren Tisch?“. Dabei ging es um die Landwirtschaft zwischen industriellen Großbetrieben, Energieerzeugern und bäuerlichen Betrieben, aber auch um Kompetenzen und Zuständigkeiten, Zusammenarbeit und Mängel im Krisenfall.
Schröder-Ehlers zeichnete zu Beginn ein erschreckendes Bild der „abenteuerlichen Verhältnisse bei der Putenhaltung“. Innerhalb von drei Monaten würden in den Geflügelmastbetrieben die Putenküken auf 21 Kilogramm Gewicht hoch gepuscht. Ein frei lebender Puter bringe es in der Zeit auf etwa fünf Kilo,stellte die SPD-Fraktionssprecherin für den Umwelt- und Agrarbereich heraus.
Folge der Mast seien bei Pute und Hähnchen Krankheiten in Füßen und Knien, die mit hohen Gaben an Antibiotika behandelt würden. Dabei seien die Medikamente als Mastmittel verboten. „Doch medizinische Gründe erlauben die Verabreichung“, fügte sie hinzu.
„Die Landwirte folgen mit der Zucht dem Wunsch der Verbraucher“, machte Schröder-Ehlers deutlich. Denn diese würden beim Geflügel vor allem die Brust und vielleicht noch die Keulen verlangen. Der Rest von Pute oder Hähnchen gehe als billiges Fleisch nach Afrika.„Und dort kann die heimische Landwirtschaft dagegen nicht konkurrieren“, meinte sie.
Mit dem neuen niedersächsischen Landwirtschaftsminister GertLindemann sei zumindest ein Katalog der Missstände in der Masttierhaltung erstellt worden, der auch gegen den Widerstand der bäuerlichen Verbände abgearbeitet werde.
Immer größere, spezialisierte Betriebe“ kündigte Schröder-Ehlers durch die weiteren Veränderungen in der Landwirtschaft an. Von den rund 300 000Betrieben der 1950er-Jahre in Niedersachsen seien jetzt nur noch 41 900 übrig. In den nächsten 10 bis 15 Jahren werde die Zahl weiter auf 10 000 bis 15 000Höfe fallen.
Vor allem die Geflügelzuchtanlagen würden immer größer. Im Emsland gebe es inzwischen Anträge für den Bau weiterer 230 Anlagen mit insgesamt 11 Millionen Plätzen.
Zu der Diskussion „Tank oder Teller“ meinte die Politikerin, die Obergrenzen für Biogasanlagen seien bald erreicht. Sie plädierte für Steuerungsmöglichkeiten des Staates und eine Einbeziehung des Umweltschutzes. Die Eintönigkeit des Maisanbaus reduziere die Vielfalt der Natur und fördere den Schwarzwildbestand. Doch Antworten auf ihre eigenen Fragen gab AndreaSchröder-Ehlers nicht.

 

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Autor: Kaedon, Datum: 13.04.2011, 17:37 Uhr


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